Lernumgebung

Kurzübersicht


Fach
Englisch
Klassenstufe
Klasse 3
Unterrichtsform
Einzelarbeit, Gruppenarbeit
Zeitbedarf / Dauer
45 Min.

Learning with Anton on the topic of clothing


Diese Lernumgebung ist für Lernende in der dritten Klasse konzipiert, die in der Regel gerade erst mit dem Englischlernen begonnen haben. Sie richtet sich sowohl an Kinder, deren Muttersprache Deutsch ist, als auch an Kinder, die verschiedene Muttersprachen sprechen, zum Beispiel Tschechisch. Sie wird am Anfang der Unterrichtseinheit zum Thema "Körper und Kleidung" eingesetzt. Um den Lernprozess für die Lernenden so realitätsnah wie möglich zu gestalten, sollten echte Kleidungsstücke in den Unterricht einbezogen werden. Dadurch können sie praktische Erfahrungen sammeln. Im Anschluss daran wird die Lern-App ANTON verwendet, um das Lernen auf unterhaltsame und spielerische Weise zu fördern.
von:
|
Lizenz:
CC BY-SA 4.0 Lizenz
Lizenzangabe:
© Lernumgebung "Learning with Anton on the topic of clothing" von Konzeption: Lisa Bartsch & Sonja Fährmann Redaktion: Qinqin Deng, Vivian Reichelt, Kristin Kindermann-Güzel unter der Lizenz CC BY-SA 4.0 via DigiLeG macht Schule
Bild:

In dieser Lernumgebung werden verschiedene Lernziele in Bezug auf Kenntnisse, digitale Kompetenzen und Methodenkompetenzen der Lernenden verfolgt. Zum einen wird der Wortschatz im Bereich "My body and my clothes" (Staatsministerium für Kultus [SMK], 2019, S. 9) erweitert. Zum anderen lernen die Lernenden den Umgang mit der ANTON-App auf dem Tablet, wodurch ihre digitalen Fähigkeiten gestärkt werden. Gleichzeitig wird das Hörverstehen der Lernenden gefördert.

  • Die Lernumgebung basiert auf verschiedenen Unterrichtsprinzipien, darunter die Mehrsprachigkeit. Sie wurde speziell für Lernende mit unterschiedlichen Muttersprachen entwickelt, um ihre Lernerfahrungen zu bereichern, insbesondere bei der Einführung neuer Wörter.
  • Der Lerninhalt ist eng mit dem Alltag der Kinder verknüpft, wodurch der Unterricht interessanter und anschaulicher wird. Neue Wörter werden durch reale Gegenstände präsentiert, die von den Lernenden tatsächlich angefasst werden können. Die Verwendung dieser realen Gegenstände ermöglicht den Lernenden, die neuen Wörter besser mit konkreten Darstellungen zu verbinden und fördert somit das multisensorische Lernen. Dieser Ansatz schafft auch ähnliche Lernbedingungen für Kinder, die verschiedene Sprachen sprechen.
  • Die Verwendung der ANTON-App als digitales Werkzeug ermöglicht spielerisches Lernen, da die Übungen in verschiedenen Stufen angeordnet sind. Indem die Lernenden die verschiedenen Stufen absolvieren, fühlen sie sich herausgefordert und möchten in die nächste Stufe aufsteigen.
  • Die erworbenen Fähigkeiten sind von großer Bedeutung für die Zukunft der Kinder, da sie häufig die englische Sprache in verschiedenen Kontexten verwenden müssen, sei es im Alltag oder in ihrem zukünftigen Arbeitsumfeld. Daher ist es entscheidend, kommunikative und interkulturelle Fähigkeiten zu entwickeln, um unabhängig von Herkunft und Muttersprache erfolgreich mit Menschen zu interagieren.

Lernbereiche und sprachliche Mittel

Die Lernumgebung beschäftigt sich vor allem mit dem Thema Kleidung im Lernbereich "My body and my clothes" (SMK, 2019, S. 9) und dem Erwerb neuer Wörter. 

Grundlegende grammatikalische Strukturen wie die Zahlen sind entscheidend, um die produzierte Sprache so verständlich wie möglich zu gestalten. Daher spielen Kleidungsstücke und ihre Singular- und Pluralformen eine wichtige Rolle als relevante Lernobjekte, die zur Sprachentwicklung eines Lernenden beitragen.

Kommunikative Kompetenzen

Beim Üben mit der Applikation setzen die Lernenden kommunikative Fähigkeiten ein, um ihr Hör- und Sehverstehen in der englischen Sprache zu verbessern.

Methodenkompetenz

Die Lernenden nutzen die digitalen Medien, um den Wortschatz zu üben.

Sozialkompetenz

Kollaboratives Lernen bei der Einführung und möglicherweise bei der Gruppenarbeit 

 

KMK Kompetenzrahmen

  • Kommunizieren und Kooperieren
    • Umgangsregeln kennen und einhalten

analog: Kleidungsstücke

digital: Tablets

Die Lehrperson sollte die Kleidungsstücke, die in der ersten Lernsequenz präsentiert werden, und den entsprechenden Wortschatz bereitstellen.

Einführung (15 Minuten)

In der ersten Sequenz werden den Lernenden die neuen Wörter zum Thema "Kleidung" vorgestellt, und dies geschieht mithilfe von konkreten Gegenständen. Durch diese Methode können die Lernenden die neuen Begriffe mit realen Darstellungen verknüpfen und ein multisensorisches Lernen wird durch das Sehen und Anfassen ermöglicht. Die Schüler sitzen zusammen mit der Lehrperson in einem Kreis, um sicherzustellen, dass alle die Kleidungsstücke gut sehen können. Diese Art der Vermittlung neuer Wörter ist besonders hilfreich für Lernende mit verschiedenen Muttersprachen, da die meisten Kinder in der Regel mit dem Aussehen von Kleidungsstücken vertraut sind und diese leicht mit den entsprechenden Wörtern in Verbindung bringen können. Anstatt die Wörter mit Bildkarten einzuführen, ist es für die Lernenden greifbarer, sie über tatsächliche Gegenstände kennenzulernen (vgl. Elsner, 2020).

Arbeitsphase (25 Minuten)

  • In dieser Phase arbeiten die Lernenden vorzugsweise alleine oder in Tandems mit Tablets, aber auch Computer wären möglich. Die ANTON-App wird dafür verwendet und erfordert in der Regel eine Internetverbindung. Innerhalb der ANTON-App können die Lernenden verschiedene Aufgaben zum Thema "Kleidung" lösen. Sie setzen sich mit den Singular- und Pluralformen der neuen Wörter auseinander. Diese Formen gelten nicht immer nach der üblichen Regel, wie z. B. "trousers"  oder "glasses", die es in der Einzahlform nicht gibt. Diese Besonderheiten zu begreifen, ist für manche Lernenden schon eine Herausforderung. Wenn sich die Lernenden jedoch schnell mit diesen Wörtern zurechtfinden, können sie auch die Abschnitte über Sommer- und Winterkleidung in der App lösen, um ihren Wortschatz zu erweitern.
  • Die Lernenden haben die Möglichkeit, in ihrem eigenen Tempo zu arbeiten und so viele Aufgaben zu bearbeiten, wie sie möchten. Die App gibt sofortiges Feedback zu den Ergebnissen, indem sie richtige und falsche Antworten signalisiert. Auf Grundlage dieses Feedbacks können die Lernenden entscheiden, ob sie ein Level erneut versuchen oder zum nächsten übergehen möchten.
  • Idealerweise arbeitet jede/r Lernende in Einzelarbeit an einem eigenen digitalen Gerät, um sich mit den neuen Wörtern vertraut zu machen. Wenn die technische Ausstattung der Schule dies nicht zulässt, wäre auch die Arbeit in Tandems für die Lernenden von Vorteil. Durch die Zusammenarbeit könnten ihre kommunikativen und sozialen Kompetenzen gefördert werden, und beide könnten voneinander profitieren, indem sie sich gegenseitig unterstützen.
  • Die Lehrperson beantwortet Fragen der Lernenden und versucht, technische Probleme zu lösen, falls sie während der Arbeitszeit der Lernenden auftreten.

Ergebnisse (5 Minuten)

Die dritte und letzte Sequenz beschäftigt sich mit der Reflexion des Lernprozesses. Im Plenum werden die Lernenden von der Lehrperson dazu aufgefordert, ihre Erfahrungen mit den digitalen Lernwerkzeugen, sowohl deren Vor- als auch Nachteile, sowie ihren Lernfortschritt zu teilen. Die Lernenden können ihre Antworten auf Deutsch geben, da die Formulierung dieser Sätze im Englischen oft noch sehr herausfordernd ist. Abhängig von den zuvor behandelten Fragen kann diese Sequenz möglicherweise verkürzt oder alternativ verlängert werden, falls mehr Zeit zur Verfügung steht.

 

Eine quantitative Differenzierung wird angeboten, wenn die Hauptaufgaben erfüllt sind (vgl. Surkamp & Viebrock, 2018, S. 199). Die Lernenden können die Zusatzaufgaben zu Sommer- und Winterkleidung lösen, um ihren Wortschatz weiter auszubauen. Die Aufgaben fokussieren auf unterschiedliche Sprachkompetenzen; einige Aufgaben fördern das Hörverstehen, andere fordern die Zuordnung der geschriebenen Wörter zu den entsprechenden Bilddarstellungen, und auch orthografische Kenntnisse werden geübt. 

  • In der Lernumgebung liegt der Schwerpunkt ausschließlich auf dem Erwerb neuer Wörter in den Bereichen Hören, Sprechen, Lesen und idealerweise auch Schreiben. Ansonsten könnten sich die Lernenden schnell überfordert fühlen, wenn sie die neuen Wörter sofort in Verbindung mit neuen Sätzen oder Phrasen verwenden müssen. 
  • 45 Minuten sind insgesamt nicht viel Zeit, um mit digitalen Werkzeugen zu arbeiten, auch wenn dies in der Regel der Zeitrahmen ist, mit dem sich Lehrende in der Schule arrangieren müssen. Um die Lernerfahrung der Lernenden zu verbessern, könnte die Zeit zur Lösung aller Aufgaben auf 90 Minuten verlängert werden. Dies ist vor allem dann erforderlich, wenn die Lernenden mit digitalen Lernmitteln wie Tablets nicht vertraut sind. 
  • Außerdem ist diese Lernumgebung nicht nur auf das Thema Kleidung beschränkt. Die ANTON-App bietet unzählige verschiedene Themen, die ihren Usern unterschiedliche Wörter, Satzmuster und Phrasen näher bringen. Folglich kann dieser Unterrichtsentwurf an verschiedene Themen angepasst werden, die Teil des Lehrplans sind.
Zum Seitenanfang wechseln Scroll-Symbol in Form eines Pfeils nach oben