Lernumgebung

Kurzübersicht


Fach
Englisch
Klassenstufe
Klasse 4
Unterrichtsform
Gruppenarbeit, Projekt
Zeitbedarf / Dauer
90-135 Min.
Technische Voraussetzungen
Internet connection 5-10 tablets/computers (VR glasses)

Sightseeing Tour in London

360° City Tour with CoSpaces


In dieser Lernumgebung lernen die Kinder die Stadt London aus touristischer Sicht kennen und erweitern überdies ihren Wortschatz zum Thema "Verkehrsmittel und Sehenswürdigkeiten". Die Aufgaben umfassen das Arbeiten mit Stadtplänen, das Erfassen und Verstehen von Wegbeschreibungen, die Nutzung und Erweiterung nützlicher digitaler Fähigkeiten (ebd., Legutke, Müller-Hartmann & Schocker-v. Ditfurth, 2020, S. 106). Die Lernumgebung ist daher auch interessant für fächerübergreifenden oder sogar fächerverbindenden Unterricht (Dausend, H. 2014). Die Inhalte sind für die Fächer Englisch, Mathematik und Sachunterricht relevant.
von:
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Lizenz:
CC BY-SA 4.0 Lizenz
Lizenzangabe:
© Lernumgebung "Sightseeing Tour in London" von Deborah Schulze (2021) (Redaktion: Kristin Kindermann-Güzel, Qinqin Deng) unter der Lizenz CC BY-SA 4.0 via DigiLeG macht Schule
Bild:
© Abbildung "London" von Skeze unter der Lizenz CC BY-SA 2.0 via Flickr
  • Lernbereich “Let’s go on a trip” Klassenstufe 3 & 4 (SMK, 2019, S.13-14, 22-23)
  • Wortschatz: Ausflugsziele, Verkehrsmittel, Sehenswürdigkeiten
  • Anglophone Orte durch die Simulation einer City Tour erkunden
  • Eine neue Stadt und den entsprechenden Wortschatz erschließen
  • Sprachliche Aspekte einer Reise kennenlernen 
  • Entsprechende Strukturen rezipieren
  • Verarbeitung des sprachlichen Inputs und möglicher Transfer 
  • VR erfahren und kreieren
  • Durch eine 360°-Umgebung navigieren
  • Digitale und transkulturelle Kompetenzen fördern sowie Wissen diesbezüglich erwerben

 

Competences according to SMK and KMK  

 

Lernbereiche und sprachliche Mittel

  • Knowing the names for destinations, means of transport, sights
    • Using the (linguistic) experiences of the students
    • Using visual, auditive and multisensory material in order to build vocabulary and structures (→ see education for sustainable development)
  • Knowing some sights of the British capital
    • Watching and using visual and multimodal material for your specific needs
    • Working with a city map (→ see media education)
    • Getting help from the others of your 'tourist' group 
  • Mastery of structures and idioms for the realization of language functions
    • Obtaining, sharing and exchanging iinformation on a trip

Functional Communicative Competence (4 skills)

  • Reading 
    • Reading Brochures and Ads, either selected by the teacher according to the respective linguistic level, or organised by the students themselves (holidays)
    • Identifying crucial vocabulary with the help of the teacher
  • Listening
    • You might want to use audiovisual content in order to facilitate vocab building (video of a city tour with subtitles or even better info boxes)
  • Writing
    • Writing info boxes for one sight each
    • Using the vocabulary obtained either during the course of the main taks or using further resources obtained during the children's vacations or the like
    • Using structures provided by the teacher (board, cards on each table)

Method Competence

  •  

Social Competence


  •  

 

KMK Kompetenzrahmen

  • Suchen, Verarbeiten, Aufbewahren
    • Suchen und Filtern
    • Speichern und Abrufen
  • Kommunizieren und Kooperieren
    • Interagieren
    • Zusammenarbeiten
    • Umgangsregeln kennen und einhalten
  • Problemlösen und Handeln
    • Werkzeuge bedarfsgerecht einsetzen
    • Eigene Defizite ermitteln und nach Lösungen suchen

Einstieg

  1. Die Einführung beginnt mit einem Begrüßungsritual, das der Klasse bekannt ist. Das kann ein Lied, ein Gedicht oder eine andere kurze Aktivität sein. Danach erklärt die Lehrperson den Lernplan und die Ziele, die bereits vorher an die Tafel geschrieben wurden: 1. Fantasiereise, 2. Wortschatz über London, 3. Fliegenklatschenspiel, 4. Arbeiten mit CoSpaces, 5. Präsentation. Wenn ein Ziel erreicht wurde, kann das Ziel für die gesamte Klasse sichtbar abgehakt oder entfernt werden.
  2. Um die Lernenden neugierig auf das Projekt zu machen, führt die Lehrperson eine Fantasiereise nach London durch. Man kann eine solche Geschichte aus dem Internet verwenden (z. B. Lau, 2003 auf 4teachers.de) oder selbst eine erfinden.
  3. Die in der Geschichte genannten Sehenswürdigkeiten werden mündlich wiederholt und an der Tafel durch einige magnetische Wort- und Bildkarten visualisiert, was laut Böttger (2018) den Verständnisprozess unterstützt (ebd. S. 119). Zur Wiederholung der neuen Vokabeln empfiehlt sich das Spiel "Fliegenklatsche", das wahlweise mit Bild- oder Wortkarten gespielt werden kann. Eine weitere Möglichkeit, die Vokabeln zu wiederholen, ist die Methode „Wort-Bild-Memory“ (ebd. S. 86). Die Vokabelkarten und Bilder sollten für den Rest des Unterrichts an der Tafel haften bleiben, damit die Lernenden während der Arbeitsphase immer die Möglichkeit haben, Bedeutung und Schreibweise zu überprüfen.

Erarbeitung

  1. Zunächst wiederholt die Lehrperson einige Funktionen von CoSpaces, vorausgesetzt die Lernenden sind bereits mit den Grundlagen vertraut. Zusätzlich wird ein Beispielvideo einer 360°-Sightseeing-Tour gezeigt. Entweder wird eines der veröffentlichten Videos des CoSpaces-Teams (siehe https://cospaces.io/edu/tours.html) verwendet oder die Lehrperson erstellt selbst eine Tour (idealerweise passend zum Thema "London" oder allgemein "City Tour").
  2. Anschließend wird das Projekthandbuch verteilt und die Lehrperson erklärt die Aufgaben, die ebenfalls im Handbuch stehen. Das Handbuch ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und enthält die wichtigsten Schlüsselbegriffe, Funktionen, die Aufgabe und die Anleitung, wie man verschiedene Szenen erstellt, Sounds und Bilder hochlädt sowie Objekte und Charaktere kodiert. 
  3. Die eigentliche Arbeit beginnt mit der Recherche mittles Broschüren und Stadtplänen. Danach führen die Lernenden ein gemeinsames Brainstorming durch und erstellen eine Mind-Map, die Informationen zu Sehenswürdigkeiten in London enthält, die sie gefunden haben. Aufgeschrieben werden: Der Name der Sehenswürdigkeit, um was es sich handelt, warum sie berühmt ist, was man dort tun/sehen/erleben kann und was das Besondere daran ist. Laut Böttger (2018) hilft die Methode Mind-Mapping den Lernenden, ihre Gedanken zu strukturieren (ebd. S. 149). So können sie später leichter Infoboxen für ihre eigenen virtuellen Szenen erstellen.
  4. Nun beginnt die Arbeit auf CoSpaces. Dazu sollte die Funktionen „My CoSpace“ und „360° image“ genutzt werden (CoSpaces Edu, 2019, S. 3). Zunächst sollten 360°-Fotos gesammelt werden. Lernende können entweder im Internet nach Fotos suchen oder die Web-Suchfunktion in CoSpaces nutzen (CoSpaces Edu, 2019, S. 3).
  5. Dann können Figuren und Gegenstände sowie Infoboxen oder Sprechblasen hinzugefügt werden, um etwas über eine Sehenswürdigkeit zu sagen. Eine weitere Möglichkeit ist das Hinzufügen von passenden Icons. Dies dient der Visualisierung und dem Erweitern des kulturellen Orientierungswissens. Um auch die Kompetenzen „Hören“ und „Sprechen“ zu fördern, können die Lernende ihre Sprechblasen und Infoboxen vertonen (CoSpcaes Edu, 2019, S. 6).
  6. Weitere Funktionen sind: die Animations-Funktion (um eine Figur in Bewegung zu setzen) und die Film-Funktion (CoSpaces Edu, 2019, S. 6). Man kann die Szenen programmieren, um die Szenen zu wechseln und interaktiv zu gestalten. Dazu wird ein Co-Block-Skript erstellt (ebd. S. 6). 

Präsentation der Ergebnisse

  1. Nachdem alle Gruppen mit dem Erstellen ihrer Sightseeing-Tour fertig sind, präsentieren sie ihre Ergebnisse (Keßler, 2019, S. 139). Es gibt dabei zwei Optionen. Entweder stellen die Gruppen ihre 360°-Sightseeing-Tour am Whiteboard vor und erklären, welche Sehenswürdigkeiten sie aufgenommen haben und warum. Außerdem könnte man die Produkte auch bei einem sogenannten Gallery Walk kennenlernen. Wenn es die Ausstattung der Schule zulässt, können die Lernenden VR-Brillen verwenden, um den 360°-Rundgang noch lebendiger zu gestalten. 
  2. Am Ende des Projekts führt die Lehrperson eine Feedbackrunde im Plenum durch. Wichtig ist, dass die Lernenden ihre eigene Arbeitsweise („Self-Assessment“ oder „Peer-Assessment“) und die sozialkompetenzfördernde Zusammenarbeit in der Gruppe reflektieren (ebd. SMK, 2019, VIII). Die Ergebnisse der Diskussion können in einer Tabelle an der Tafel visualisiert werden. Eine weitere Möglichkeit ist die „Reporter“-Methode (Ernst Klett Verlag GmbH, 2014, S. 2). Dazu werden in der Gruppe die vorgegebenen Feedback-Fragen in einer Interview-Situation diskutiert. Mögliche Feedback-Fragen findet man auch bei CoSpaces (CoSpaces Edu, 2019, S. 2). 
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